AKTIVA - Wohnsiedlung
Kirchfeldstrasse 23
4917 Melchnau
Tel: +41 62 927 19 47
Fax: +41 62 927 25 54

Pflege & Betreuung

Grundsatz

Unsere Grundhaltung in der Pflege und Betreuung beruht auf dem Leitbild, dem Wohngruppenkonzept und der Unternehmenskultur der Betriebsgesellschaft AKTIVA.

Wohnen mit Hilfe und Pflege
VITA ACTIVA
Lebensfreude erhalten

Mit einer positiven, offenen, wertschätzenden Haltung begegnen wir unseren jungen bis alten Bewohnerinnen und Bewohnern bei den Aktivitäten des täglichen Lebens. Körperliches, geistiges und seelisches Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner ist unser oberstes Ziel. Wir respektieren die Autonomie, Lebensgeschichte und Wertvorstellungen der Bewohnerinnen und Bewohner. Bei der Pflege der sozialen Kontakte bieten wir Unterstützung an.
Haustiere (1 Hund und 2 Katzen) gehören schon seit jeher zu unseren Begleitern und werden von Bewohnern wie Mitarbeiter sehr geschätzt.

Aktivierung

Für eine vielseitige und abwechslungsreiche Gestaltung des Alltages bieten wir interessante Aktivitäten und Unterhaltungsmöglichkeiten an. Regelmässige Angebote sind:

  • 2x wöchentlich Gedächtnistraining
  • 2x wöchentlich Bewegungstherapie
  • 2x wöchentlich Vorlesen
  • 2x wöchentlich Basteln
  • 2x monatlich Backen
  • 1x monatlich Ausflüge mit Kleingruppen
  • mind. 1 x monatlich Unterhaltung durch Vereine wie Musikgesellschaften, Trachtengruppen, Jodelklubs, Theatergruppen, Kirchenchöre, Rütscheler Singlüt, Schwyzerörgelivereine etc.
  • Im Oktober AKTIVA-Grossausflug mit praktisch allen Bewohnern.
  • Am 2. Sonntag im November AKTIVA-Bazar mit Spaghettifestival und musikalischer Unterhaltung (öffentlich)
  • Am 22. Dezember AKTIVA-Weihnachtsfeier mit allen Angehörigen
  • am 31. Dezember Silvesterfeier: Nachmittags und Abends für die jüngeren Bewohner

Unser Ziel

Wohnen mit Hilfe und Pflege. Wir bieten eine individuelle Pflege an, rund um die Uhr und im ganzen Haus. Dabei pflegen wir ressourcenorientiert, helfen und unterstützen wo wir gebraucht werden.

Dokumentation

Der Pflegeverlauf wird von der Pflegeperson laufend in der Pflegedokumentation festgehalten. Dabei berücksichtigen wir die Schweigepflicht. Wir arbeiten mit dem Instrument BESA, womit alle Bewohner individuell, mind. halbjährlich, erfasst werden können.

Qualitätsförderung

Durch regelmässige interne und externe Weiterbildungen entwickeln wir die Pflege und Betreuung weiter und erreichen eine hohe Qualität.
Aktuelle Fachliteratur steht allen Mitarbeitenden zur Verfügung.
Wir bieten Ausbildungsplätze im Bereich Pflege und Betreuung an. Wir begleiten und fördern Lernende während ihrer Ausbildung zu Pflegefachpersonen.

Palliative Begleitung

Bei der Pflege und Betreuung von schwerstkranken und sterbenden Bewohnerinnen und Bewohnern orientieren wir uns an den Grundsätzen der palliativen Pflege und Betreuung. Wir begleiten Bewohner wie auch deren Angehörige rund um die Uhr.
Wir respektieren allfällige Patientenverfügungen und handeln dementsprechend.

Pflege

Die primär pflegerische Zielsetzung ist das Erhalten, Fördern bzw. Wiedererlangen von Unabhängigkeit, Wohlbefinden und Lebensqualität des hilfsbedürftigen Menschen in seinen Aktivitäten und existenziellen Erfahrungen des Lebens. Um dies umzusetzen, sind insbesondere die Fähigkeiten der pflegebedürftigen Personen und/oder ihre persönliche Bezugsperson (Angehörige, Lebenspartner, Freunde) gezielt zu erfassen, zu stützen und zu fördern.

Diese Ziele bleiben bestehen, unabhängig davon, ob der pflegebedürftige Mensch gesund, krank, behindert oder sterbend ist. Der professionellen Pflege stehen folgende fünf grundlegende Methoden zur Hilfeleistung zur Verfügung:

  • Für eine Umgebung sorgen, die eine positive Entwicklung fördert.
  • Den Menschen unterstützen.
  • Den pflegebedürftigen Menschen und seine Bezugsperson anleiten, beraten, unterrichten und fördern.
  • Den Menschen führen und leiten.
  • Für den pflegebedürftigen Menschen handeln.

1. Sich waschen und kleiden

Wir prüfen immer, ob das Ausmass der Körperpflege den Bedürfnissen des Bewohners entspricht. Das Wahren der Intimsphäre ist für uns selbstverständlich. Individuelle Anliegen, Bedürfnisse und Gewohnheiten werden von uns berücksichtigt.
Die Selbstständigkeit des Bewohners wird gefördert und es wird genügend Zeit eingeplant um Handlungen und Rituale selbst zu verrichten.
Je nach Bedürfnis und Befinden des Bewohners bieten wir Unterstützung und Hilfe an. Wo angebracht oder hilfreich, wenden wir basale Stimulation an.
Wir achten auf angepasste Pflegeprodukte sowie intakte Hautverhältnisse.
Bei der Auswahl der Kleider berücksichtigen wir die Gewohnheiten der Bewohner und achten auf die den Wetterverhältnissen angepasste Kleidung.

2. Wachsein und Schlafen

Wir berücksichtigen die unterschiedlichen Ruhe- und Schlafgewohnheiten, wie auch die Schlafrituale so gut wie möglich.
Durch einen strukturierten Tagesablauf sorgen wir für aktive wie ruhige Phasen, damit ein natürlicher Tag- Nachtrythmus unterstützt wird.
Während der Nacht sorgen wir für Ruhe und Sicherheit, damit der Bewohner sich gut aufgehoben und geborgen fühlt.

3. Sich bewegen

Wir unterstützen den Bewohner zur Fortbewegung und fördern das Erhalten der Beweglichkeit. Wir sorgen für angepasste Hilfsmittel und unterstützen ihn bei der Anwendung. Kompetente Hilfestellung und Ausführung beim Aufstehen, ins Bett legen, lagern und umlagern ist uns sehr wichtig, wobei wir nach Bobath handeln oder Kinästhetik anwenden.

4. Essen und Trinken

Eine ausgewogene Ernährung ist für uns sehr wichtig.
Wir unterstützen den Bewohner bei seinen Bedürfnissen und Gewohnheiten in Bezug auf Essen und Trinken. Beim Essen achten wir auf die Nahrungs-Zubereitung, wie Anrichtung und Temperatur, die Menge der Nahrungsaufnahme, den Appetit und das Geschmacksempfinden.
Beim Trinken achten wir auf eine angepasste Flüssigkeitsmenge und Konsistenz sowie Temperatur.
Unverträglichkeiten und Allergien schenken wir besondere Beachtung.

5.Ausscheidung

Bei Inkontinenzproblemen versuchen wir zuerst die möglichen Ursachen herauszufinden, ob es sich um ein körperlich-medizinisches Problem handelt oder ein Orientierungsproblem.
Jedes Zimmer/Wohnung hat Dusche mit Toilette. Bewohner mit Inkontinenzproblemen werden beim Toilettentraining einbezogen.
Bei der Verdauung achten wir auf einen geregelten Stuhlgang und benützen oder verabreichen bei Problemen geeignete Mittel.
Besonders beachtet werden auch hier wieder die Intimsphäre und das Schamgefühl.

6. Vitalfunktionen

Die Vitalfunktionen (z.B. Puls, Atmung, Kreislauf, Temperatur, Blutdruck) eines Menschen müssen intakt sein, damit der Mensch sich wohlfühlt.
Wir achten auf die Gesundheit des Bewohners und führen die notwendigen Kontrollen durch. Eine qualifizierte Körper- und Behandlungspflege wird durch das Pflegefachpersonal in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt und den Psychiatern sichergestellt. Wir halten 14 tgl. Arztvisite mit Dr. Fenner und er ist bei Bedarf jederzeit einsatzbereit. Die psychisch Kranken besuchen in Begleitung von uns regelmässig den zuständigen Psychiater.

7. Sicher fühlen und verhalten

Die architektonisch- räumliche Gestaltung ist auch mit einer Behinderung auf ein sicheres Bewegen ausgerichtet. Das ganze Haus ist rollstuhlgängig, mit Handläufen versehrt und mit ausreichend Licht versorgt.
Auf psycho-sozialer Ebene sorgen wir für Sicherheit und Vertrauen. Beachten den geistigen Zustand unserer Bewohner und handeln dementsprechend.

8. Raum und Zeit gestalten

Wir sorgen für eine auf jeden Bewohner angepasste Freizeitbeschäftigung. Animieren und überwachen bei Bedarf die sozialen Kontakte. Pflegen ein offenes Verhältnis zu Angehörigen und Freunde, welche jederzeit im AKTIVA willkommen sind. Wir bieten Betreuungs- und Integrationsgespräche an, um schwierige Situationen im Alltag zu bewältigen.

9. Kommunikation

Sehen und Hören: Wir achten darauf, dass unsere Bewohner ihren Verhältnissen entsprechend gut sehen und hören und setzen wo nötig kommunikative Hilfsmittel ein.
Wir unterstützen unsere Bewohner bei der Bewältigung von Lebens- und Entwicklungsprozessen. Bei schwerer Krankheit und in der Sterbephase begleiten wir unsere Bewohner einfühlsam und ruhig. Ein gutes Einvernehmen mit den Angehörigen ist ganz besonders in diesen Situationen sehr wichtig für uns, wir wollen auch für sie Stütze und Trost sein.